Kopf Gebirge

Gustav Zindel - der Maler des Erzgebirges

Die Bevölkerung des Erzgebirges hatte im Jahre 1908 den österreichisch-ungarischen Kaiser Franz Joseph I. zu einer Ausstellung In das ErzgebIrge eingeladen, um dem Kaiser vor Ort die wirtschaftlichen Schwierigkeiten dieses Landstriches an der nördlichsten Grenze der Donaumonarchie darzustellen. Kaiser Franz Joseph I. sagte einen Besuch im Jahre 1907 zu, worauf die Handwerkerschaft, die Gilden und Vereine des Erzgebirges ihrem Maler - Gustav Zindel - den Auftrag erteilten, ein Kolossalölgemälde anläßlich dieses kaiserlichen Besuches zu malen.

Gustav Zindel schuf das Gemälde, auf dem die Handwerkerschaften, die Bergbauzünfte, das Militär, die Vereine und Verbände dargestellt sind. Kinder in weißen Kleidern streuen dem Herrscher Blumen auf seinen Weg.

Kaiser Franz Joseph I. konnte dann selbst nicht in das Erzgebirge kommen und schickte dafür Erzherzog Karl, dem späteren Kaiser und Vater von Otto von Habsburg. Das Gemälde wurde im Berghotel auf dem Keilberg, der höchsten Erhebung des Erzgebirges (1.244 Meter), im Wappensaal öffentlichh aufgehängt.

Nach Gründung der ersten Tschechoslowakischen Republik im Jahre 1919 mußte das Bild aus dem großen Saal entfernt werden.

Es wurde vorerst in den Kellerräumen des Sankt Joachimsthaler Rathauses verwahrt. Mit der Gründung eines Museums der Stadt Joachimsthal im Jahre 1924 wurde von den tschechoslowakischen Behörden die Genehmigung erteilt, das Bild der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Im Museum hing das Bild bis zum Jahre 1945.

Auf welchem Weg auch immer kam das Bild zusammengerollt in den Besitz des Joachimsthaler Kunstfreunden und Kunstmalers Maximilian Hüttisch (München) der das Gemälde testamentarisch dem Egerland-Museum Marktredwitz vererbte.

pks